Ich finde es sehr gelungen, dass der Autor zuerst die Vorurteile über Krafttraining entkräftet und dann erklärt, was die Vorteile sind. Außerdem wird erklärt, an welchen Orten das Training umsetzbar ist. Vor jedem Training wird die Biologie zu der Übung und den Muskeln erklärt und es gibt "Grundsätze eines Krafttrainings."
Das Material darf nicht verändert werden, aber die Lehrkraft könnte ja im Unterricht verschiedene Schwierigkeitsstufen für die Praxisanteile bieten. Dennoch helfen die Bilder, dass auch Menschen mit Einschränkungen die Übungen verstehen können. Es gibt trotzdem verschiedene Schwerpunkte für verschiedene sportliche Stärken.
Das Material ist für alle Sozialformen geeignet. Gruppenarbeit würde sich hierbei gut anbieten, um sich gegenseitig Feedback zu der Ausführung zu geben. Das Material ist anpassbar an verschiedene Umgebungen, aber es ist hauptsächlich online zugänglich.
Es gibt zwar kein konkretes Feedback, aber die Aufgaben sind so gestellt, dass der Lernende beim Beantworten merkt, ob er den Info Text dazu richtig verstanden hat. Die Aufgaben sind auch so gestellt, dass sie den AFB 3 abdecken.
Es gibt keine Hinweise auf Lerntechniken. Das kann daran liegen, dass die Menschen auf der Berufsschule meistens schon fast volljährig sind und der Autor denkt, dass sie genug Techniken kennen. Leider wird auch der Lernprozess nicht reflektiert, aber die "Merkzettel" sind ein Anfang.
Es gibt die Möglichkeit, sich zum Beispiel zum Oberschenkelmuskel verschiedene Übungen auszudenken. Es wird gleichzeitig Kreativität, aber auch naturwissenschaftliches Denken verlangt. Der Lernprozess kann selbst gesteuert werden, weil die Einheiten unabhängig voneinander bearbeitet werden können.
Menschen mit körperlichen Einschränkungen können nicht genauso partizipieren wie andere Menschen und es gibt für diesen Fall leider keine Alternative. Außerdem gibt es kein Scaffolding und keine Möglichkeit, das Thema weiter zu vertiefen.