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2.8

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Description

Das Materialpaket thematisiert den Wasserkreislauf für die Grundschule. Es ist für den Einsatz im Sachunterricht…

Latest written Review

Das vorliegende Materialpaket behandelt zwei Experimente zum Wasserkreislauf der Erde und zum Wassertransport…

3.5
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Review by Anika Vogt

Philosophy

4

Anika Vogt , Student

Frage 1: Gibt das Material Erklärungen zu Aufbau, Auswahl und Gestaltung? (Transparenz) Ja, das Experimento 8+ Material zum Wasserkreislauf legt in den verschiedenen Dokumenten umfassend und transparent dar, wie der Aufbau, die Auswahl und die Gestaltung der Inhalte erfolgen. Die zugrunde liegende Struktur und Zielsetzung werden vor allem in der Pädagogisch-didaktischen Einführung und der Lehreranleitung klar beschrieben, was die Verwendung des Materials erleichtert und die Intentionen der AutorInnen offenlegt. Das Material besteht aus verschiedenen Modulen und ist in mehrere Teilaspekte gegliedert, die sich jeweils auf unterschiedliche Phänomene des Wasserkreislaufs beziehen. Konkret besteht das Experiment aus den Modulen „Der Wasserkreislauf der Erde“ und „Wassertransport in Pflanzen“, die in der Lehrer- und Schüleranleitung separat beschrieben sind. Durch die Aufteilung in diese Module wird eine schrittweise Heranführung an das komplexe Thema Wasserkreislauf ermöglicht. Die Lehreranleitung beschreibt auch, wie diese Module pädagogisch sinnvoll aufeinander aufbauen. So wird zunächst der grundlegende Kreislauf des Wassers auf der Erde thematisiert, bevor spezifische Prozesse wie der Wassertransport in Pflanzen behandelt werden. Dieser Aufbau ist logisch und hilft SchülerInnen, sich das Thema in Etappen zu erschließen. Die pädagogisch-didaktische Einführung beschreibt, dass die Inhalte im Sinne eines aktiven, forschenden Lernens konzipiert wurden, das auf die Neugier und das Interesse von Kindern abgestimmt ist. Der Fokus liegt auf Fragen, die Kinder häufig zu ihrer Umwelt stellen, wie z.B. „Was passiert mit Wasser, wenn es regnet?“ und „Warum verdunstet Wasser?“. Indem das Material diese alltäglichen Beobachtungen aufgreift und in Experimentiermöglichkeiten umwandelt, wird ein direkter Bezug zur Lebenswelt der Kinder hergestellt. Die Gestaltung des Materials ist auf einen kindgerechten Zugang ausgerichtet, der sowohl theoretische als auch praktische Ansätze integriert. So werden die Anleitungen mit vielen Abbildungen und Symbolen ergänzt, die den Kindern das Verstehen der Aufgaben erleichtern. Die Schüleranleitungen sind beispielsweise durch bildliche Darstellungen und schrittweise Anweisungen sehr zugänglich gestaltet, was die selbstständige Durchführung der Experimente unterstützt. Die Arbeitsblätter wiederum enthalten Lückentexte, Bilder und einfache Fragen, die die SchülerInnen motivieren, ihr Wissen festzuhalten und zu vertiefen. Die Lehreranleitung erklärt zudem detailliert, wie die Experimente durchgeführt werden sollten und welche Materialien benötigt werden, um eine reibungslose Vorbereitung und Durchführung zu ermöglichen. Frage 2: Wird in dem Material auf die Absichten und Einschränkungen hinsichtlich Inklusion eingegangen? Die allgemeine Gestaltung und die Aufbereitung der Inhalte deuten auf einen inklusiven Grundansatz hin. Die Schüleranleitungen und Arbeitsblätter sind einfach und anschaulich gestaltet, was verschiedene Zugänge zum Thema erlaubt. Die klare Sprache, die Verwendung visueller Elemente (z.B. Abbildungen und Symbole) und die Strukturierung in überschaubare Abschnitte erleichtern es auch jüngeren oder weniger erfahrenen SchülerInnen, sich im Material zurechtzufinden. Der Aufbau der Experimente ist kindgerecht und ermöglicht selbstständiges Arbeiten in kleinen Gruppen, was einen differenzierten Zugang fördert. Zu den Arbeitsblättern 1 und 2 „B1.1 Der Wasserkreislauf der Erde“ wird zudem der Hinweis auf der Website gegeben, dass die Arbeitsblätter „speziell für den sprachsensiblen Fachunterricht (SFU) entwickelt“ (Siemens Stiftung 2017) wurden und „[s]prachschwache Schülerinnen und Schüler […] Unterstützung beim Verstehen und Trainieren der Fachsprache [erhalten]. Sie arbeiten mit dem Fachvokabular und werden so befähigt, fachlich zu kommunizieren. Ein expliziter Inklusionsansatz, der besondere Bedürfnisse einzelner Schülergruppen, wie z.B. SchülerInnen mit anderen Förderbedarfen außer Sprache, besonders berücksichtigen würde, ist im Material jedoch nicht vorhanden. In der pädagogisch-didaktischen Einführung oder der Lehreranleitung wird nicht darauf eingegangen, wie das Material für SchülerInnen mit körperlichen, kognitiven oder sprachlichen Einschränkungen angepasst werden kann. Insbesondere SchülerInnen mit besonderem Förderbedarf könnten von zusätzlichen differenzierten Anweisungen oder adaptierbaren Aufgabenstellungen profitieren. Obwohl das Experimento 8+ Material für den Grundschulunterricht geeignet und anschaulich gestaltet ist, fehlt eine gezielte Berücksichtigung von Inklusion. Die visuelle Aufbereitung und einfache Sprache erleichtern zwar den Zugang für viele Kinder, doch ohne spezifische Anpassungen und Differenzierungsmöglichkeiten bleibt die Inklusion eher oberflächlich. SchülerInnen mit besonderen Lernbedürfnissen oder Einschränkungen werden nicht explizit adressiert, was das Material in seiner Reichweite einschränkt. Eine Ergänzung durch gezielte Inklusionsstrategien und differenzierte Aufgaben wäre notwendig, um eine wirklich inklusive Nutzung sicherzustellen und den pädagogischen Anspruch zu stärken. Frage 3: Ist der Stoff logisch aufgebaut, verständlich und themenorientiert? Ja, das Material des Experimento 8+ zum Wasserkreislauf zeigt einen klaren, logisch aufgebauten und themenorientierten Ansatz, der den Lernprozess der SchülerInnen nachvollziehbar und ansprechend gestaltet. Die Struktur der Experimente ist sinnvoll aufeinander abgestimmt, sodass sie ein stufenweises Verständnis des Wasserkreislaufs ermöglicht. Der Aufbau des Materials folgt einer klaren und logischen Struktur, die sowohl in der Lehreranleitung als auch in den Schüleranleitungen gut erkennbar ist. Das Thema Wasserkreislauf wird in verständliche Teilaspekte gegliedert, beginnend mit grundlegenden Phänomenen wie Verdunstung und Kondensation, bevor in späteren Schritten komplexere Aspekte wie der Wassertransport in Pflanzen hinzukommen. Jedes Experiment baut auf den vorherigen Erkenntnissen auf und nutzt die Fragen der SchülerInnen, um ein Verständnis vom Wasserkreislauf zu entwickeln. Die Verständlichkeit des Materials wird durch die einfache und direkte Sprache unterstützt. Die klaren Anweisungen und die ergänzenden Bilder tragen dazu bei, dass die SchülerInnen die Aufgaben selbstständig und sicher bearbeiten können. Besonders die Arbeitsblätter und Schaubilder erleichtern das Verstehen durch visuelle Unterstützung und einfache Aufgabenstellungen, die zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema anregen. Insgesamt ist das Material zum Thema Wasserkreislauf sinnvoll strukturiert, klar verständlich und themenorientiert ausgearbeitet. Durch den schrittweisen Aufbau und die ansprechende Gestaltung eignet es sich gut, um Kindern ein fundiertes Grundverständnis für den Wasserkreislauf zu vermitteln. Gelegentlich könnten zusätzliche Differenzierungen innerhalb der Experimente hilfreich sein, um das Verständnis auch bei unterschiedlich starken Lernniveaus zu fördern. Frage 4: Bezieht sich der im Material dargestellte Inhalt auf gültige Quellen (gegen Fehlinformationen)? Das Experimento 8+ Material zum Thema Wasserkreislauf stützt sich auf allgemein anerkannte wissenschaftliche Konzepte, ein deutlicher Bezug zu spezifischen, wissenschaftlichen Quellen wird jedoch nicht explizit angegeben, was eine potenzielle Schwäche in der Transparenz des Materials darstellt. Die Beschreibungen und Erläuterungen der Experimente zeigen, dass das Material auf allgemein naturwissenschaftliche Prinzipien zurückgreift, um die zentralen Aspekte des Wasserkreislaufs verständlich zu machen. Ein Kritikpunkt ist jedoch, dass das Material keine spezifischen Quellenangaben enthält, die die wissenschaftlichen Informationen transparent untermauern würden. Die Inhalte scheinen zwar fundiert und gut recherchiert zu sein, jedoch fehlen Verweise auf wissenschaftliche Studien, pädagogische Forschungsergebnisse oder andere Fachquellen, die den Lehrkräften ein besseres Verständnis der theoretischen Grundlagen bieten könnten. Eine Ergänzung um präzise Quellenangaben in der LehrerInnenanleitung würde den wissenschaftlichen Anspruch des Materials stärken und Lehrkräften mehr Sicherheit bei der Nutzung der Inhalte geben. Frage 5: Bezieht sich das Material auf die Anforderungen des Lehrplans und die wichtigsten Forschungsergebnisse? Ja, das Material beinhaltet eine Lehrplanrelevanz sowie den zugrundeliegenden fachlichen Hintergrund (vgl. Lehreranleitung). Die dort festgelegten Zielsetzungen sowie fachlichen Schwerpunkte werden mithilfe der Experimente von den SchülerInnen selbst erkundet und erfahren. Durch das erste Teilexperiment lernen die SchülerInnen „die charakteristischen Eigenschaften von Wasser kennen und stellen den Bezug zu ihrer Umwelt her“ (vgl. Lehreranleitung). Zudem lernen sie durch das Experiment des Wassertransports der Pflanze „typische Merkmale und grundlegende Verhaltensweisen von Pflanzen kennen“ (vgl. Lehreranleitung).

Learners' needs

4

Anika Vogt , Student

Frage 1: Bietet das Material verschiedene Lernwege/Aufgaben für den gleichen Stoff in unterschiedlicher Komplexität? Das Material „Experimento 8+ B1 – Wasserkreislauf“ bietet grundsätzlich verschiedene Lernwege und Aufgaben, die es Lernenden ermöglichen, denselben Stoff auf unterschiedlichen Wegen und mit verschiedenen Komplexitätsstufen zu erarbeiten. Besonders hervorzuheben ist die Kombination aus experimentellen, sprachlichen und kognitiven Aufgaben, die unterschiedliche Zugänge zum Thema Wasserkreislauf schaffen. Ein zentrales Element des Materials sind die Experimente, die es Lernenden ermöglichen, naturwissenschaftliche Phänomene aktiv zu erleben. Die Arbeitsblätter enthalten zudem einfache Aufgaben wie Lückentexte oder Zuordnungsübungen, die vor allem das Verstehen grundlegender Begriffe und Abläufe unterstützen. Gleichzeitig gibt es anspruchsvollere Übungen, wie das Beschriften eines Diagramms des Wasserkreislaufs oder das Formulieren von eigenen Erklärungen. Diese Aufgaben setzen ein tieferes Verständnis und die Fähigkeit voraus, Fachwissen anzuwenden. Der Wechsel zwischen verschiedenen Aufgabenformaten – von visuellen bis hin zu sprachlichen Übungen – bietet Lernenden die Möglichkeit, ihre bevorzugten Lernmethoden zu nutzen. Besonders positiv hervorzuheben ist die Integration sprachsensibler Elemente wie der Übungen zu Personalpronomen. Diese fördern gezielt die Sprachkompetenz, was insbesondere für Lernende mit sprachlichen Schwierigkeiten oder in heterogenen Lerngruppen von Vorteil ist. Allerdings fällt auf, dass die Komplexitätsgrade der Aufgaben nicht immer klar gekennzeichnet sind. Es wird weitgehend der Lehrkraft überlassen, die Differenzierung entsprechend den Bedürfnissen der Schülerinnen vorzunehmen. Dies könnte durch eine systematische Kennzeichnung der Schwierigkeitsgrade verbessert werden. Frage 2: Bietet das Lernmaterial je nach dem Grad der Lernschwierigkeiten der Schüler*innen unterschiedliche Stufen der Unterstützung (Scaffolding)? Das Material „Experimento 8+ B1 – Wasserkreislauf“ zeigt Ansätze, die verschiedene Stufen der Unterstützung (Scaffolding) bieten, jedoch bleibt diese Differenzierung teilweise implizit und stark von der Lehrkraft abhängig. Es gibt Elemente, die gezielt Lernschwierigkeiten berücksichtigen und Lernenden ermöglichen, sich schrittweise in das Thema einzuarbeiten. Dabei sind folgende Aspekte relevant: Die Experimente und Aufgaben im Material bauen thematisch aufeinander auf, sodass Lernende schrittweise ein tieferes Verständnis entwickeln können. Die Aufgabenformate folgen einem logischen Aufbau: - Einfache Beobachtungen und praktische Handlungen: Die Experimente beginnen mit grundlegenden Fragestellungen, wie der Beobachtung von Wasserverdunstung oder der Betrachtung von Wasserbewegungen in Pflanzen. Diese praktischen Schritte helfen insbesondere Lernenden, die sich schwer mit abstrakten Konzepten tun, einen Einstieg zu finden. - Verwendung von Hilfsmaterialien: Die visuelle Darstellung des Wasserkreislaufs (z. B. in Diagrammen) dient als Unterstützung für Lernende, die Schwierigkeiten haben, sich die Abläufe vorzustellen. Solche Visualisierungen erleichtern die Verknüpfung von Theorie und Praxis. - Schrittweise Steigerung der Komplexität: Während die Arbeitsblätter mit einfacheren Aufgaben (Zuordnung, Lückentexte) beginnen, folgen später anspruchsvollere Fragen, die Problemlösung erfordern. - Die Anleitung für Schülerinnen und Schüler gleichzeitig sie während der Experimentierphase, bei der Reflexion und Wiederholung der einzelnen Experimente Ein besonderer Aspekt des Materials ist die Einbindung sprachfördernder Übungen, wie die Arbeit mit Fachvokabular und Personalpronomen. Diese Aufgaben bieten Lernenden mit sprachlichen Barrieren eine zusätzliche Hilfestellung, sich sowohl fachlich als auch sprachlich zu orientieren. Trotz dieser Ansätze fehlt es im Material an expliziten, systematisch eingebauten Scaffolding-Elementen. Es gibt keine klaren Hinweise, wie unterschiedliche Unterstützungsstufen konkret gestaltet werden können, z. B. durch: - Anleitungen für abgestufte Hilfestellungen: Es werden keine Vorschläge gemacht, wie Lehrkräfte Lernenden mit besonderen Schwierigkeiten zusätzliche Hilfen (wie Vorlagen, Hinweise oder teilgelöste Aufgaben) anbieten können. - Checklisten oder Reflexionshilfen für Lernende: Solche Elemente könnten den Lernenden dabei helfen, ihren eigenen Fortschritt zu überprüfen und bei Bedarf gezielt Unterstützung einzufordern. Das Material bietet grundsätzlich eine Grundlage für Scaffolding, indem es auf einfache Aufgaben und eine schrittweise Einführung in das Thema setzt. Die Sprachförderung stellt dabei eine wichtige Unterstützungsebene dar. Jedoch ist das Scaffolding nicht explizit genug. Es fehlt an konkreten, differenzierten Hilfen für Lernende mit erhöhtem Unterstützungsbedarf. Insbesondere in inklusiven Settings oder in Klassen mit großer Heterogenität könnte dies eine Herausforderung darstellen. Frage 3: Gibt es verschiedene Arten der Darstellung des Lernstoffs, die an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Lernenden angepasst sind (UDL, Inclusive Design Guide)? Das Material „Experimento 8+ B1 – Wasserkreislauf“ integriert verschiedene Darstellungsformen, die an die Bedürfnisse unterschiedlicher Lernender angepasst sind. - Visuelle Darstellungen: Diagramme und Illustrationen, wie der Kreislauf des Wassers. Diese klar strukturierten Visualisierungen helfen, komplexe Zusammenhänge zu verstehen, und ermöglichen Lernenden, die Schwierigkeiten mit rein textbasierten Informationen haben, einen einfacheren Zugang. - Experimentelle Ansätze: Die Durchführung der Experimente erlaubt es, das naturwissenschaftliche Phänomene unmittelbar zu erleben - Sprachliche Elemente: Ergänzend zu den visuellen und praktischen Aufgaben enthält das Material textbasierte Aufgaben, wie Lückentexte und Erklärungsfragen, die sprachliche und kognitive Fähigkeiten fördern. Ein besonderes Merkmal des Materials ist die Integration sprachlicher Unterstützung. Die Arbeitsblätter enthalten Übungen zu sprachlichen Strukturen (z. B. Personalpronomen), die sprachliche Barrieren abbauen und den Zugang für Lernende mit begrenzten Sprachkenntnissen erleichtern sollen. Diese Elemente sind insbesondere in heterogenen und inklusiven Lerngruppen von Bedeutung. Frage 4: Kann das Material an individuelle Bedürfnisse angepasst werden, indem es teilweise verändert wird (OER)? Auf der Website der Simens Stiftung findet sich zu diesem Material folgende Lizenz: CC BY-SA 4.0 international Lizenz sowie Erklärung: „Das heißt, Sie dürfen es: • verändern, z.B. neue Text oder Grafiken in ein Arbeitsblatt einfügen, • weltweit verbreiten (auch das veränderte Medium) oder • neu zusammenstellen, z. B. zwei Grafiken vom Medienportal kombinieren. Voraussetzung ist, dass Sie den Namen des Rechteinhabers angeben, eventuelle Veränderungen nennen sowie das Medium unter den gleichen Bedingungen weitergeben“ (vgl. Simens Stiftung 2017) Mit dieser Lizenzierung erfüllt das Material die Voraussetzungen von Open Educational Resources (OER) und ist damit grundsätzlich sehr flexibel an individuelle Bedürfnisse anpassbar.

Learners’ environment(s)

3

Anika Vogt , Student

Frage 1: Kann das Material sowohl für verschiedene Arten von Gruppenarbeit als auch für Einzelarbeit verwendet werden? Die Durchführung der Experimente im Material legt nahe, dass es für Gruppenarbeit konzipiert ist. Beispielswiese sind die vorgeschlagenen Versuche, wie die Nachbildung des Wasserkreislaufs mit einfachen Materialien, kooperativ angelegt. Lernende können in Gruppen gemeinsam planen, Materialien organisieren und Aufgaben verteilen. Zudem fordern einige Aufgaben explizit Reflexion und Austausch, etwa über die Bedeutung des Wasserkreislaufs für das Leben. Solche Fragen bieten sich für Gruppengespräche an, da unterschiedliche Perspektiven eingebracht werden können. Innerhalb der Experimente können Lernende verschiedene Rollen übernehmen (z. B. Beobachter, Protokollant, Experimentleiter), was heterogene Gruppen mit unterschiedlichen Fähigkeiten unterstützt. Das Material kann grundsätzlich auch für Einzelarbeit genutzt werden, allerdings ist dies mit einigen Einschränkungen verbunden. Einzelne Experimente setzen eine gewisse logistische Organisation voraus (z. B. Beschaffung von Materialien), die für Lernende, die allein arbeiten, herausfordernd sein könnte. Außerdem bedarf es weiter Materialien, wenn die Experimente auch in Einzelarbeit durchgeführt werden sollen, was organisatorisch schwierig umzusetzen ist. Die Bearbeitung der Arbeitsblätter hingegen eignet sich besonders gut in Einzelarbeit. Dennoch kann es auch hier von Vorteil sein, sich gemeinsam auszutauschen, falls es Verständnisschwierigkeiten bei einzelnen SchülerInnen geben sollte. Das Material ist grundsätzlich vielseitig einsetzbar und erlaubt Lehrkräften, zwischen Gruppen- und Einzelarbeit zu wählen. Allerdings zeigt sich in der praktischen Umsetzung eine stärkere Eignung für Gruppenarbeit, da die Experimente und Aufgaben kooperative Elemente betonen und Einzelarbeit hingegen zusätzliche Anpassungen und unterstützende Maßnahmen erfordert, die im Material nicht explizit vorgesehen sind. Frage 2: Kann das Material in verschiedenen physischen und digitalen Lernumgebungen verwendet werden? Bezogen auf die Durchführung der Experimente ist es schwer, dieses in digitaler Form durchzuführen. Es mag Programme geben, mit denen Experimente durchgeführt werden können, jedoch sollen die SchülerInnen in diesem Fall selbst erleben und beobachten, was mit dem Wasser passiert und wo es herkommt. Vor allem das eigenständige Handeln und Beobachten fördert in diesem Zusammenhang das Verständnis für die Veränderung von Stoffen anhand des Wasserkreislaufes sowie das Lernen über den Wassertransport in Pflanzen. Das physische Erleben von Verdunstung, Kondensation und Niederschlag bietet den SchülerInnen ein anderes, praktisches Verständnis, als dass es digitale Formate können. Digitale Formate sind für die Bearbeitung des Arbeitsblattes und mögliche Dokumentationen während der Experimente möglich, aber nicht für die Durchführung der Experimente. Außerdem kann die Die Dokumentation der Experimentieraktivitäten durch gemalte Bilder, Fotos, Filmaufnahmen der Kinder geschehen (vgl. pädagogisch-didaktische Einführung). Geht es zudem lediglich um die Prozesse wie Verdunstung, Kondensation und Niederschlag, die für Lernende oft schwer fassbar sind, dann können digitale Tools helfen, diese Prozesse in einer klaren, anschaulichen Weise zu visualisieren, was das Verständnis fördern kann. Frage 3: Ist das Material in verschiedenen Formaten verfügbar und frei zugänglich? Ja das Material wird sowohl als PDF- als auch als Word-Datei frei zur Verfügung gestellt. Die Bilder sind als JPG-Datei verfügbar.

Learning Feedback for Learners

4

Anika Vogt , Student

Frage1: Beinhaltet das Material verschiedene Arten/Formate von Feedback? Auf dem Arbeitsblatt für die Experimente sind verschiedene Symbole des Forscherkreislaufs abgebildet. Die Sprechblase kann hier als ein Mittel zur Rückmeldung verstanden werden, da sie dazu dient, die Ergebnisse zu reflektieren und direkt auf die ursprüngliche Fragestellung zurückzuführen. Die Reflexion ist ein entscheidender Bestandteil, um zu prüfen, ob eine Balance zwischen Handeln und Verstehen erreicht wurde und ob die Schülerinnen und Schüler das Experiment sowie den zugrunde liegenden Inhalt erfolgreich erfasst haben. Die Lehrkraft hat nun die Möglichkeit, die Anleitungen einzusammeln, um individuelle Rückmeldungen zu geben oder gemeinsam mit der gesamten Klasse über die Ergebnisse zu diskutieren (vgl. Pädagogisch-didaktische Einführung). Dieses Symbol dient als Zwischenfazit für das Weiterforschen bei dem nächsten Symbol. Feedback dient hier als gemeinsame Ergebnissicherung. Frage 2: Können die Kinder das Feedback nutzen, um ihren Lernprozess zu reflektieren? Nach der Sprechblase folgt ein Symbol (vgl. Pädagogisch-didaktische Einführung), das für weiterführende Forschungsaufträge und Anregungen zum Forschungsgegenstand steht. Die Schülerinnen und Schüler werden angehalten, weitere Entdeckungen zu machen, wobei dieser Teil auch als vertiefende Zusatzaufgabe gesehen werden kann. Die vorherige Rückmeldung (Symbol Sprechblase) dient hier als Hintergrundwissen, das gemeinsam in der Klasse gefestigt wurde. Das Feedback bezieht sich hier jedoch eher auf die Auswertung der eigenen Beobachtungen und weniger auf den individuellen Lernprozess der Kinder. Es geht hier nicht darum, dass Kinder ihre Stärken erkennen und verstehen, was sie bereits gut können.

Learners’ Reflections on Learning

3

Anika Vogt , Student

Frage 1: Enthält das Material Erklärungen zu und Hinweise auf verschiedene Lernstrategien/-techniken? Das Material, insbesondere die pädagogisch-didaktische Einführung, bezieht sich auf die Bedeutung der Reflexion im Lernprozess und thematisiert die Rolle von pädagogischen Fachkräften als Begleiter im Erkenntnisprozess der Lernenden. Außerdem wird betont, dass die Dokumentation des Lernprozesses (z. B. in Form von Bildern oder anderen kreativen Methoden) die Kinder in ihrer Auseinandersetzung mit dem Gelernten unterstützt. Jedoch fehlt es an einer expliziten Darstellung oder Erklärung spezifischer Lernstrategien. Die Schüleranleitung bietet ebenfalls keine Lernstrategien, sondern bleibt auf einer inhaltlichen Ebene. Die Anleitung fokussiert sich auf die praktische Durchführung eines Experiments und regt die Lernenden an, Beobachtungen und Hypothesen aufzustellen. Dies kann als indirekte Förderung des Problemlösens interpretiert werden, aber es gibt keine gezielten Erläuterungen oder Beispiele für Lerntechniken. 2. Regt das Material den Schüler aktiv dazu an, seinen eigenen Lernprozess zu reflektieren? Das Material, insbesondere die Schüleranleitung, enthält einige Aufgaben, die zur Reflexion anregen. Beispiele hierfür sind: Die Aufforderung, Hypothesen zu formulieren („Schreibe deine Ideen und Vermutungen auf, was mit dem Wasser passiert“). Die Durchführung eines Experiments, bei dem Lernende ihre Beobachtungen festhalten und diese mit den anfänglichen Vermutungen vergleichen können. Diese Herangehensweise fördert die Fähigkeit der Lernenden, systematisch über ihre eigenen Erkenntnisse nachzudenken. Die Reflexion bleibt jedoch auf eine einzelne Aktivität (das Experiment) begrenzt und erstreckt sich nicht auf eine umfassendere Betrachtung des gesamten Lernprozesses. Es fehlt ein strukturierter Ansatz, der Lernende dazu bringt, gezielt über folgende Aspekte nachzudenken: Was habe ich gelernt, und wie habe ich das gelernt? Welche Stärken und Schwächen habe ich bei dieser Aufgabe gezeigt? Die Frage: Wie kann ich das Gelernte in anderen Kontexten anwenden? wird allerdings mit dem Auftrag zum Weiterforschen angeregt.

Learners’ Agency

3

Anika Vogt , Student

Frage 1: Bietet das Material den Lernenden eine Reihe von Möglichkeiten, im Rahmen ihres Lernprozesses eigene Entscheidungen zu treffen? Das Material, insbesondere die Schüleranleitung, gibt Lernenden gewisse Freiheiten: Sie können eigene Hypothesen zum Experiment aufstellen und diese überprüfen. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, eigene Ideen und Ansätze einzubringen. Die Durchführung des Experiments ermöglicht kreative Entscheidungen, wie z. B. die Wahl von Materialien (Steine oder andere kleine Gegenstände aus der Natur). Jedoch bleiben diese Entscheidungsmöglichkeiten stark auf die experimentelle Aktivität beschränkt. Es gibt keine explizite Förderung, die Lernenden ermutigt, individuellere Ansätze für den gesamten Lernprozess zu entwickeln, wie z. B. die Wahl von Lernmethoden oder die Anpassung des Tempos. Frage 2: Spricht das Material den Schüler oder die Schülerin als fähig an, den eigenen Lernprozess zu steuern und zu kontrollieren? Die pädagogisch-didaktische Einführung beschreibt den Ansatz, Lernende als aktive Mitgestalter ihres Lernprozesses zu betrachten. Dies wird durch die Rolle der pädagogischen Fachkräfte unterstrichen, die Lernende begleiten, anstatt sie nur anzuleiten. Die Schüleranleitung selbst jedoch unterstützt diese Autonomie nur bedingt: Die Schritte des Experiments sind detailliert vorgegeben, was den Lernenden wenig Spielraum lässt. Die Reflexion über den Lernprozess bleibt auf spezifische Inhalte (z. B. das Experiment) begrenzt. Vorgaben und bieten wenig Raum für die Eigenkontrolle des gesamten Lernwegs. 3. Befähigt das Material den Schüler oder die Schülerin zur kritischen Reflexion des Stoffes? Das Material enthält Ansätze zur Reflexion: In der Schüleranleitung werden Lernende aufgefordert, Hypothesen aufzustellen, Beobachtungen zu machen und diese miteinander zu vergleichen. Die pädagogische Einführung hebt hervor, dass Lernende durch die Dokumentation ihrer Aktivitäten zum Nachdenken über ihre Ergebnisse angeregt werden. Allerdings gibt es keine Fragen, die Lernende dazu ermutigen, den Stoff zu hinterfragen, alternative Erklärungen zu suchen oder die Gültigkeit von Ergebnissen kritisch zu prüfen. Das Material befähigt zur Reflexion auf einer praktischen Ebene, greift jedoch nicht die Möglichkeiten einer tiefergehenden kritischen Auseinandersetzung mit dem Stoff auf. 4. Berücksichtigt das Material die Vielfalt der Lernhintergründe insgesamt? Material zielt darauf ab, unterschiedliche Lernweisen und Hintergründe zu berücksichtigen, indem: Lernende ihre eigenen Ideen und Ansätze einbringen können und der Austausch betont wird. In der Schüleranleitung wird dies jedoch nur begrenzt sichtbar: Die Aufgabenstellung geht von einem einheitlichen Vorgehen aus (Forscherkreislauf), das wenig Anpassung an unterschiedliche Fähigkeiten oder Interessen der Lernenden zulässt. Es fehlen alternative Formate oder differenzierte Aufgaben, die Lernende mit verschiedenen Stärken und Schwächen besser einbinden könnten. Das Material berücksichtigt die Vielfalt der Lernhintergründe auf theoretischer Ebene, zeigt aber in der Praxis wenig Flexibilität oder Anpassungsmöglichkeiten. Die einfache Sprache, die klare Struktur und die Anschaulichkeit der Materialien kommen hingegen vielen Lernbedürfnissen entgegen.

% rate as inclusive

70%

Anika Vogt , Student

Das Material erreicht eine Inklusionssensibilität von 75%, da es einige wichtige Aspekte der Inklusion umsetzt und durch seinen offenen Ansatz (OER) eine flexible Nutzung ermöglicht. Als OER bietet es Lehrkräften und Lernenden die Möglichkeit, Inhalte individuell anzupassen und zu erweitern, umso besser auf die Bedürfnisse einer vielfältigen Lerngruppe eingehen zu können. Positiv hervorzuheben ist, dass das Material die Lernenden dazu ermutigt, aktiv an ihrem Lernprozess teilzunehmen und durch Reflexion über Experimente ihre eigenen Denkansätze zu hinterfragen. Die einfache Sprache, die klare Struktur und die Anschaulichkeit der Materialien kommen vielen Lernbedürfnissen entgegen. Besonders positiv hervorzuheben ist die Anpassung der Arbeitsblätter für den sprachsensiblen Fachunterricht (SFU), die Schülerinnen und Schüler mit Sprachschwierigkeiten besser einbinden. Diese Maßnahme unterstützt Inklusion, indem sie Barrieren im Verständnis abbaut und sprachliche Kompetenzen im Fachkontext fördert.

% rate as OER

100%

Anika Vogt , Student

Lizenz: CC BY-SA 4.0 international Lizenz Lehrkräfte dürfen das Material „verändern, z.B. neue Text oder Grafiken in ein Arbeitsblatt einfügen, weltweit verbreiten (auch das veränderte Medium) oder neu zusammenstellen, z. B. zwei Grafiken vom Medienportal kombinieren. Voraussetzung ist, dass Sie den Namen des Rechteinhabers angeben, eventuelle Veränderungen nennen sowie das Medium unter den gleichen Bedingungen weitergeben“ (Siemens Stiftung 2017).

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